Naturschutz am Füllmenbacher Hofberg am 26.09.2026

PRESSEMITTEILUNG

Naturschutz am Füllmenbacher Hofberg
Am vergangenen Samstag stand am Füllmenbacher Hofberg wieder die traditionelle Landschaftspflege des Schwäbischen Albvereins auf dem Programm, nachdem der Landschaftspflegetrupp des Hauptvereins des Schwäbischen Albvereins gemeinsam mit engagierten Freiwilligen eine Woche lang die Mahd dort durchgeführt hat. Vertreter verschiedener Ortsgruppen und des hauptamtlichen Landschaftspflegetrupps des Hauptvereins waren beim jährlichen Naturschutztag vertreten, um den abgemähten Bewuchs auf der weitläufigen Fläche zu entfernen. Ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser besonderen Kulturlandschaft.

Begrüßt wurden die Teilnehmenden vom Naturschutzwart Stromberg West, Ulrich Gommel, der Vorsitzenden des Stromberggaus, Christel Krumm, sowie Jörg Dessecker, dem Leiter der Landschaftspflege beim Hauptverein des Schwäbischen Albvereins.

In seiner Begrüßung erinnerte Jörg Dessecker auch an die besonderen Verdienste von Reinhard Wolf um den Füllmenbacher Hofberg und dessen Schutz. Wolf hatte sich bereits vor Jahrzehnten intensiv mit der einstigen Weinberglandschaft beschäftigt und damit wichtige Grundlagen für den Naturschutz dort geschaffen. Von 1987 bis 1997 leitete er die Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege beim Regierungspräsidium Karlsruhe. Damit war er gerade in jener Zeit in verantwortlicher Position, in der der Füllmenbacher Hofberg wissenschaftlich dokumentiert und schließlich 1993 unter Schutz gestellt wurde.

Weiter wies Jörg Dessecker auf den spürbaren Wandel des Klimas hin. Wie schnell sich die Bedingungen am Hofberg verändern, werde von Jahr zu Jahr deutlicher. Der diesjährige Sommer habe dies besonders eindrucksvoll gezeigt: Vieles sei nur langsam gewachsen, manche Gräser seien durch die große Hitze regelrecht verbrannt. Entsprechend gering war die Menge des Mähguts, die in diesem Jahr zusammengetragen werden musste – so gering wie nie zuvor.

Diese Entwicklung gibt Anlass zur Sorge. Aber zu realisieren gilt auch, dass manche Arten von den neuen Verhältnissen profitieren und fühlen sich unter den veränderten Bedingungen derzeit wohl. Der Füllmenbacher Hofberg wird damit auch zu einem Ort, an dem sich die Veränderungen unserer Umwelt unmittelbar beobachten lassen.

Doch bei aller notwendigen Arbeit sollte an diesem Tag noch etwas anderes im Mittelpunkt stehen. „Wir sind nicht zum Arbeiten da, sondern zum Genießen“, gab Jörg Dessecker den Teilnehmern mit auf den Weg. Immer wieder einmal innezuhalten, den Blick schweifen zu lassen und zu entdecken, was sich am Hofberg verändert hat – gerade im Vergleich zum Vorjahr – gehöre ebenso zu einem solchen Tag.
Danach ging es an die praktische Arbeit. Gemeinsam wurde das geschnittene Mähgut sorgfältig zusammengerecht und von den Flächen entfernt. Viele Hände sorgten dafür, dass die Arbeit zügig voranging. Bereits um 13.30 Uhr war der Pflegeeinsatz abgeschlossen.

Anschließend ging es zum gemütlichen Teil des Tages ins Jugendwanderheim. Dort wurden die Helferinnen und Helfer von Christel Krumm und Christa Mugele, Schriftführerin des Stromberggaus, bestens mit einem gemeinsamen leckeren Mittagessen versorgt.
So endete ein weiterer erfolgreicher Naturschutztag am Füllmenbacher Hofberg. Erneut zeigte sich, was möglich ist, wenn sich Menschen gemeinsam und mit viel Engagement für den Erhalt unserer Landschaft einsetzen. Neben der geleisteten Arbeit blieb auch Zeit für Begegnungen, Gespräche und den bewussten Blick auf die Natur.